Oft hört man: "Aktien sind die Anlage zum Vermögensaufbau für die Pension". Ist das wirklich so?
In der folgenden Grafik sieht man den DAX näherungsweise inflationsbereinigt zurückberechnet bis Ende 1959 (blau) verglichen mit dem nicht inflationsbereinigten DAX (rot) (Hinweis: DAX erst seit 1988).
Als Rückrechnungsbasis wurden für den Zeitraum 1959 bis 1999 die Inflationsdaten von DESTATIS für Deutschland und ab 1999 die Inflationsdaten der EZB für den EURO-Raum verwendet.
Als Modellrechnung nehmen wir an, dass über den Zeitraum von 30 Jahren jeden Werktag inflationsbereinigt ein EURO in den DAX Verlauf investiert wurde. Da geschieht unabhängig vom Kursverlauf. Im vergleich dazu rechne ich was durch die reine Rücklage angespart wurde. Der Vergleichsfaktor gibt an inwiefern sich die Altersvorsorge mittels Aktien rentiert hätte/oder auch nicht.
Folgende Grafik (inks) zeigt, dass jemand der im Zeitraum von 1960 bis 1990 in Aktien investiert hätte, hätte 1990 3.6 mal soviel angespart wie jemand, der das Geld nur inflationsbereinigt zurückgelegt hätte. Für jemanden der im Zeitraum 1979 bis 2009 in Aktien gespart hätte wäre der Faktor nurmehr 2.2 da er aufgrund der großen Indexschwankungen ab 1995 auch "Blindleistung" gespart hätte.

Obige Grafik (rechts) zeigt die Bedeutung im Vergleich zu üblichen Sparformen. Der jeweilige Faktor ist umgerechnet in einen durchschnittlichen Zinssatz.
Jemand der heute in Pension geht hätte z.B. entweder in Aktien oder in eine Sparform mit einem Zinssatz von ca. 5% (+ Inflation) investieren können.
Bei allen Vergleichen ist darauf zu achten, dass die Spesen und Steuern nicht einberechnet sind. Ist z.B. der Aktiengewinn zu versteuern kann sich der berechnete Faktor stark reduzieren. Für eine Entscheidung sollten auch geförderte Sparformen oder die Tatsache ob das angesparte Vermögen weitergegeben werden kann berücksichtigt werden.
Die Berechnungen erfolgten für E07/2009.